Geschichte

mokka-milch-eisbar-berlin
Bundesarchiv, Bild 183-C0325-0007-003 / Kohls, Ulrich / CC-BY-SA

Die Mokka-Milch-Eisbar lebt???

Wer kennt ihn nicht, den angesagtesten Treffpunkt Ost-Berlins.
Die legendäre Mokka-Milch-Eisbar wurde von zehn Uhr morgens bis mitternachts von der fetzigen DDR-Jugend besucht, wenn man mal nicht, nebenan im Kino International, Frank Schöbel oder Manne Krug in einem DEFA-Streifen sah.

Ende der 60-er Jahre erfreute sich das Cafe so großer Beliebtheit, dass Thomas Natschinski und seine Gruppe sogar einen Song über die bekannte Bar schrieb, der sich zum absoluten Kulthit entwickelte.



Erinnerst Du Dich noch? (Textauszug)

In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich gesehn,
in der Mokka-Milch-Eisbar da ist es geschehn.
In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich gesehn,
in der Mokka-Milch-Eisbar da ist es geschehn.

Als sie bei einem Honigflip saß,
und mich mit großen Augen maß,
ihr Lächeln schwebt her,
wenn die Neugier nicht wär.

In der Mokka-Milch-Eisbar…


„Denkmal“ über Berlin nach – Karl-Marx-Allee

Anders als der Kurfürstendamm oder die Friedrichstraße ist Europas einziger Boulevard, der nach dem Krieg angelegt wurde, eine Prachtstraße von monumentaler Kühle.

Die Karl-Marx-Allee, benannt nach dem kommunistischen Ökonomen und Philosophen Karl Marx, ist eine bedeutende Straße in den Bezirken Mitte und Friedrichshain von Berlin. Die ab 1952 als Parade- und Prachtstraße errichtete Stalinallee stand mit ihren „Arbeiterpalästen“ für eine goldene Zukunft der DDR.
Ironie der Geschichte: Ausgerechnet hier begann der Arbeiteraufstand im Juni 1953. Acht Jahre später erhielt die Straße ihren heutigen Namen: Karl-Marx-Allee.

Heute stehen die von dem Architekten Henselmann im „stalinistischen Zuckerbäckerstil“ errichteten Wohnblocks unter Denkmalschutz. Vom Frankfurter Tor aus in Richtung Alexanderplatz erlebt man eine Zeitreise durch die Architekturgeschichte der DDR. Stalinistische Wohnkomplexe treffen auf Plattenwohnbauten mit vorgezogenen Ladenpavillons. In diesem Teil der Allee befand sich auch der Standort für die Funktionärstribünen zu den alljährlichen zentralen Großdemonstrationen bis zum Ende der DDR.

Die markantesten Bauwerke dieses Ensembles sind das Café Moskau, die Mokka-Milch-Eisbar und das Kino International